Das Selbst im Strom der Zeit

Das Selbst im Strom der Zeit – (Aphorismen vom Sein und Werden)
 
„Wir sind nicht vorhanden, weil wir uns feststellen,
sondern wir stellen uns fest, weil wir vorhanden sind, ständig vorhanden sind
als Möglichkeit zu werden und zu sein.
Der Tod beendet uns nicht,
sondern unterbricht uns von dort an,
wo das bis zu ihm Gewordene aufhört an und für sich feststellbar zu sein.“
 
„Das Selbst ist der selbstreflektierende Gedanke, der sich selbst begriffen hat,
die Information, die über sich selbst informiert ist.
Das Denken ist die mentale Eigenbewegung des Selbst‘ durch die Zeit.“
 
Streng wissenschaftlich betrachtet ist außerhalb eines jeden Individuums die Existenz seines Selbst‘, seines „Egos’” nicht erkennbar, nicht beweisbar.
Seine „Existenz” ist eine privilegierte Erfahrung gemäß des Prinzips der absoluten Ausschließlichkeit.
In ihm fallen „zu erkennendes Objekt“ und „erkennendes Subjekt“ identisch zusammen.
Das „erkennende Subjekt“ wird zum „zu erkennenden Objekt“ von sich selbst.
Die „wissenschaftliche Erkennbarkeit“ basiert jedoch im Gegensatz dazu
auf der Trennung „von erkennendem Subjekt“ und „zu erkennendem Objekt“,
auf der Unabhängigkeit der Existenz des zu erkennenden Objektes vom erkennenden Subjekt.
 
In einem ewig währenden Strom der Zeit mit dem Zufall als Garant des Ausgleichs in der Arithmetik des für jeden zu Durchleidenden, dass irgendwann einmal alles von jedem durchlebt werden muss, ob durch Zufall oder Fügung, würde unser Selbst auf seiner unendlichen Reise durch Raum und Zeit fortwährend in eine materielle Welt hineingeworfen, ohne seine Ursache zu kennen, ohne etwas über seinen Ursprung zu wissen.
 
Verhielte es sich wirklich so mit unserer „Existenz”, käme es überall für jedes bewusst existierende Wesen darauf an, die Welt zu einem besseren, für alle Geschöpfe schöneren Ort zu machen; doch was bedeutet die Existenz eines unverwechselbaren, abstrakten „Egos’” in Gestalt einer immateriellen „Substanz”,
womöglich als ein kosmisches Schwingungsmuster, als ein unverwechselbarer Identitätsschlüssel, als ein eindeutiges Informationsmuster, das in einer eigens dafür existenten nicht stofflichen Dimension zugleich als „Entität“ und „Identität” aufbewahrt wird und auf eine rätselhafte Weise dauerhaft erhalten bliebe, temporär realisiert als der göttliche Funke in uns?
 
Ohne jedweden erinnernden Bezug zu einst Gewesenem,
Erlebtem, Empfundenem, Gefühltem, Gedachtem ist es ohne Bedeutung, ob die „Existenz” unseres Selbst‘ einmalig oder initial ist und sich wiederholt.
Der Mensch stirbt schlussendlich mit seinen Erinnerungen!
 
„Das Einzige, das im bestehenden Ganzen nicht wirklich existieren kann, ist das Nichts. Die einzige Begründung für das Existierende ist die „Existenz” selbst, ansonsten gibt es keine absolute Gewissheit.“
 
„Nicht der Glaube mit seiner Beharrlichkeit, sondern der Mut zum Zweifel führt zur Wahrheit.“
 
Existenz (Wikipedia)
 
( Geschrieben in den Jahren zwischen 1976 bis 2018 ) ✍


Lamb (electronic band) (Weblink!)

 

The Sage – Emerson, Lake & Palmer – Lyrics
 
I carry the dust of a journey
That cannot be shaken away
It lives deep within me
For I breathe it every day
 
You and I are yesterdays answers
The earth of the past come to flesh
Eroded by times rivers
To the shapes we now possess.
 
Come share of my breath and my substance
And mingle our streams and our times
In bright infinite moments
Our reasons are lost in our rhymes.
 
( Songwriter: Greg Lake )